Was macht eine Gerüstbaufirma für Solarmontagen?
Ein Gerüst für Solaranlagen ist ein Kollektivschutz – meist ein Fassadengerüst mit Spenglergang, ein Seitenschutz oder eine Dachfangwand mit Treppenturm –, der die Montage von Photovoltaik- oder Solarthermieanlagen auf Dächern gegen Absturz sichert und einen sicheren Materialtransport ermöglicht.
Dauern alle Arbeiten auf dem Dach zusammen zwei oder mehr Personenarbeitstage, verlangt die Suva bei Solarmontagen ab 2 m Absturzhöhe einen Kollektivschutz, etwa ein Fassadengerüst mit Spenglergang, einen Seitenschutz oder eine Dachfangwand; Anseilschutz ist nur die Ausnahme für kurze Arbeiten. Wann genau welche Pflicht gilt und wie man Personenarbeitstage zählt, erklärt der Ratgeber «Gerüst für Solaranlage oder Dacharbeiten: Wann ist es Pflicht?».
Für die Offerte zählt, was tatsächlich gebraucht wird: Oft genügt ein Gerüst an der Traufe mit Seitenschutz an den Giebeln statt einer Rundum-Einrüstung, ergänzt um einen sicheren Zugang wie einen Treppenturm und einen Materialaufzug für die Module. Klären Sie früh, ob der Solarinstallateur oder die Bauherrschaft das Gerüst bestellt, denn der Besteller ist für Unterhalt und Kontrolle zuständig.
Weil die Standzeit bei Solarmontagen meist kurz ist und vom Wetter und den Lieferterminen der Module abhängt, lohnt sich eine Firma, die Aufbau und Abbau eng mit dem Montagetermin abstimmt. Viele Gerüstbaufirmen arbeiten deshalb regelmässig mit Solarinstallateuren zusammen.
Kosten und Abrechnung
Für Solarmontagen wird das Gerüst meist nur an den Seiten gestellt, an denen gearbeitet oder Material hochgebracht wird. Abgerechnet wird pro Quadratmeter Gerüstfläche oder pro Laufmeter Dachrandsicherung, zuzüglich Treppenturm, Aufzug und Miete. Da die Standzeit oft nur wenige Tage bis Wochen beträgt, fallen Transport, Montage und Demontage stärker ins Gewicht als die Miete. Häufig offeriert der Solarinstallateur das Gerüst als Teil seines Angebots; fragen Sie nach, ob es separat ausgewiesen ist.