Firmen für Notdächer in der Schweiz

43 Firmen für Notdächer in der Schweiz im Überblick – mit Leistungen, Standorten und Kontaktangaben aus öffentlich prüfbaren Quellen.

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Fläche der Punkte proportional zur Anzahl Firmen für Notdächer am Ort. Gezählt werden Hauptsitze und weitere Standorte. Geodaten: swisstopo.

Alle Firmen für Notdächer in der Schweiz

43 Einträge, alphabetisch

Was macht eine Firma für Notdächer?

Ein Notdach, auch Wetterschutz- oder Regendach genannt, ist eine temporäre Dachkonstruktion auf einem Gerüst, die ein Gebäude während Dachsanierung, Aufstockung oder nach einem Brand- oder Sturmschaden vor Regen und Schnee schützt.

Wer ein Dach abdeckt, aufstockt oder nach einem Schaden instand stellt, muss das Gebäude über Wochen oder Monate vor Witterung schützen. Ein Notdach wird auf einem Stützgerüst über das bestehende Dach gebaut, meist aus Systemträgern mit Planen oder Kassetten, und erlaubt das Arbeiten unabhängig vom Wetter. Die Norm SN EN 12811-4 regelt Schutzdächer für Arbeitsgerüste.

Notdächer sind statisch anspruchsvoll: Sie bieten Wind und Schnee eine grosse Angriffsfläche, und alle einwirkenden Kräfte müssen aufgenommen werden (Art. 47 BauAV). SGUV und Suva verlangen deshalb, dass bei Notdächern vor Beginn der Montage ein statischer Nachweis vorliegt; die oberen Ankerreihen brauchen deutlich mehr Anker. Für die Ballastierung empfiehlt die Suva Feststoffe wie Betongewichte; Wassertanks eignen sich nur bedingt.

Auch der Brandschutz spielt mit: Gemäss SGUV/Suva-FAQ gilt für Planen, Netze und Notdächer an öffentlich genutzten Gebäuden mit vielen Personen die Brandverhaltensgruppe RF2, bei bewohnten Wohnhäusern genügt in der Regel RF3; im Zweifel entscheidet die kantonale Gebäudeversicherung. Nach einem Brand- oder Sturmschaden geht es oft um Stunden – manche Gerüstbaufirmen bieten dafür einen Notfalldienst an.

Kosten und Abrechnung

Notdächer werden meist pro Quadratmeter überdachter Fläche offeriert, zuzüglich Stützgerüst, Statik, Ballast, Kranarbeiten und Miete pro Monat. Weil die Konstruktion aufwendig ist, machen Montage und Demontage einen grossen Teil der Kosten aus; lange Standzeiten erhöhen die Mietkosten. Nach Elementarschäden lohnt sich eine frühe Rücksprache mit der Gebäudeversicherung, welche Notmassnahmen sie übernimmt. Gemäss den AGB des SGUV sind Notdächer bei normalen Wetterverhältnissen wirksam, aber kein Ersatz für eine feste Installation.

Typische Leistungen

  • Planung und statischer Nachweis für Notdach und Stützgerüst
  • Stützgerüst mit Seitenschutz und Verankerung auf Wind- und Schneelasten ausgelegt
  • Dachkonstruktion aus Systemträgern mit Planen oder Kassetten
  • Ballastierung, wo keine Verankerung möglich ist
  • Seitliche Wetterschutzverkleidung und Regenwasserableitung
  • Kranarbeiten oder verschiebbare Dachelemente für den Materialumschlag
  • Notfalleinsatz nach Brand- oder Sturmschäden
  • Kontrolle nach Unwettern und Rückbau

Woran Sie eine gute Firma für Notdächer erkennen

  • Statischer Nachweis vor der Montage, nicht erst auf Nachfrage
  • Angaben zu Brandverhaltensgruppe der Planen und zur Ableitung des Regenwassers
  • Erfahrung mit Spannweiten und Dachformen wie bei Ihrem Objekt
  • Konzept für den Materialumschlag: Öffnungen, Kran oder Aufzug
  • Regelung, wer nach Sturm oder Schneefall kontrolliert und Schnee räumt
  • Warnsignal: Notdach ohne Statik oder mit Wassertanks als einzigem Ballast

Nach Standort

Gezählt werden Hauptsitze und weitere Standorte. Eine eigene Seite gibt es ab 3 Einträgen in einer Stadt; die übrigen Orte öffnen die gefilterte Liste.

Häufige Fragen zum Thema Notdach und Wetterschutzdach

Wann braucht es ein Notdach?
Immer dann, wenn das Dach über längere Zeit offen ist – bei einer Dachsanierung mit Abdecken, bei einer Aufstockung oder nach einem Brand- oder Sturmschaden. Es schützt Gebäude und Innenräume vor Regen und Schnee und erlaubt wetterunabhängiges Arbeiten.
Braucht ein Notdach eine Statik?
Ja. Gemäss den Fragen und Antworten zu Fassadengerüsten von SGUV und Suva muss bei Notdächern vor Beginn der Montage ein prüffähiger statischer Nachweis vorliegen, weil sie nicht durch die Regelausführung der Gerüsthersteller abgedeckt sind.
Hält ein Notdach jeden Sturm aus?
Notdächer werden auf Wind- und Schneelasten bemessen, bieten aber bei extremer Witterung keinen vollständigen Schutz. Nach Sturm oder starkem Schneefall sollte der Gerüstbauer die Konstruktion kontrollieren.
Was ist ein Wetterschutzdach?
Der Begriff wird meist gleichbedeutend mit Notdach verwendet. Manche Anbieter bezeichnen damit vor allem geplante Schutzdächer bei Sanierungen und Aufstockungen, während «Notdach» eher für kurzfristige Einsätze nach Schäden steht.
Welche Planen dürfen verwendet werden?
Das hängt von der Nutzung des Gebäudes ab. An öffentlich genutzten Gebäuden mit vielen Personen ist gemäss SGUV/Suva-FAQ die Brandverhaltensgruppe RF2 zwingend, an bewohnten Wohnhäusern genügt in der Regel RF3. Im Zweifel klärt die kantonale Gebäudeversicherung.
Was kostet ein Notdach?
Öffentliche Richtpreise gibt es nicht, weil jedes Notdach auf Spannweite, Dachform und Standzeit zugeschnitten wird. Offeriert wird meist pro Quadratmeter überdachter Fläche, dazu kommen Stützgerüst, Statik, Ballast, Kranarbeiten und eine Miete pro Monat. Nach einem Brand- oder Sturmschaden klären Sie früh mit der Gebäudeversicherung, welche Notmassnahmen sie übernimmt.